Interview mit Nico Gärtner

9. Juni 2026

„Wir müssen unser Herz auf dem Platz lassen.“ - Interview vor dem Abstiegsshowdown mit Cheftrainer Nico Gärtner 

Am kommenden Sonnabend macht sich die Kreisoberliga für den Abstiegsshowdown bereit. Der Tabellen-15. der Liga steigt direkt ab, der Tabellen-14. muss auf ein positives Ergebnis aus Wriezen hoffen. Unwahrscheinlich und unmöglich, in dieser Liga zu bleiben, ist es also nicht. Im Interview mit Union-Cheftrainer Nico Gärtner klären wir die wichtigsten Fragen.

 

Frage: Zwischenzeitlich war das Team vor wenigen Spieltagen sechs Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Jetzt gibt es am letzten Spieltag dennoch Hoffnung. Wie erklärst du dir den Aufwärtstrend?
 

Nico Gärtner: Auf den ersten Blick kann man vielleicht sagen, “Totgesagte leben manchmal doch länger…“.  Schaut man aber etwas genauer hin, dann hat sich die Mannschaft in der Rückrunde deutlich stabilisiert und zeigte sich vor allem auch gegen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel immer wieder wettbewerbsfähig. 

Seit dem Sieg gegen Altlandsberg Anfang April gab es nahezu nur noch Spiele mit knappen Ergebnissen, bei denen sich die Mannschaft aufgrund ihrer aktuell fehlenden Abschlussschwäche leider nur selten belohnen konnte und dadurch nicht schon eher den Anschluss an die Konkurrenz geschafft hat. Dazu kamen punktuelle Verstärkungen und die kontinuierliche Verbesserung einiger Spieler ohne jegliche KOL-Erfahrung, was eben manchmal nur Zeit braucht. Dennoch gab es trotz der mangelnden Punktausbeute niemals Anzeichen von Demoralisierung oder Aufgabe, was mich sehr beeindruckt hat und wahrscheinlich der überwiegende Grund ist, warum wir nun am letzten Spieltag immer noch eine reelle Chance auf den Klassenerhalt haben. Allerdings gilt auch hier zunächst wieder, die eigenen Hausaufgaben zu erledigen und das letzte Spiel zu gewinnen.

 

Frage: Unser Spiel wurde zeitgleich mit dem Parallelspiel in Erkner angesetzt. Ist das aus deiner Sicht ein Vor- oder Nachteil?

 

Nico Gärtner: Die Ausgangslage ist dank deiner Analyse recht klar. Wir sind aktuell mit nur einem Punkt abzüglich des schlechteren Torverhältnisses vor Erkner und spielen beide gegen schlecht einschätzbare Mannschaften, bei denen am Ende die Tagesform und Restmotivation über den Spielverlauf entscheidet. Sollten wir unser Spiel nicht gewinnen, dienen alle vorherigen Rechnereien lediglich der Beruhigung der eigenen Anspannung. Denn letztendlich haben wir es nicht mehr selbst in der Hand und sind zusätzlich auf einen glücklichen Ausgang in der Landesklasse Nord angewiesen. Das Ergebnis von Erkner vorher zu wissen, ist natürlich ein Vorteil. Dennoch ist es im Sinne des Fair-Play völlig korrekt, dass das entscheidende Spiel zeitgleich stattfindet.

 

Frage: Hast du dir für das letzte Saisonspiel schon eine Motivationsrede überlegt?

 

Nico Gärtner: Ich bin eher der Typ „Res, non verba“ (Anm. der Redaktion: „Taten statt Worte.“). Aber meine Devise wäre: Ein letztes Mal Herz auf dem Platz lassen. Gras fressen. Drinbleiben.

 

Frage: Sollte es zum Klassenerhalt kommen: Mit welchem Kaltgetränk feiert ein Nico Gärtner diesen besonderen Anlass?

 

Nico Gärtner: Wenn es nach dieser Saison zum Klassenerhalt reichen sollte, überlasse ich das Feiern lieber denen, die dafür auf dem Spielfeld hart gekämpft haben, nämlich der Mannschaft. Meine Berliner Weiße mit Schuss würde mich aber danach eher in der sich sofort anschließenden Kader- und Trainingsplanung für die neue Saison begleiten.

 

Wir wünschen dir und deiner Mannschaft maximale Erfolge im eigenen Spiel und das nötige Spielglück auf den anderen Plätzen. 

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.