Spielberichte

13. Spieltag, 25.11.2023

Rot-Weiß Reitwein - FC Union 7:3 (3:1)

Union stolpert zum Start der Rückrunde

Der FC Union reiste ohne die gesperrten Stammkräfte R. Lehmann, D. Joost und T. Bernd zum Nachholspiel nach Reitwein und kassierte dabei eine schmerzhafte Niederlage.
Die Partie begann für die Unioner zunächst sehr verheißungsvoll, nachdem P. Weiss-Motz bereits in der 4. Minute nach sehenswerter Einzelleistung die Führung erzielen konnte. Danach fanden die Gastgeber aber die wirksameren Lösungen und kamen in der 14. Minute zum Ausgleich. Einer der Reitweiner Zielspieler ließ sich vor die Kette fallen, dreht unbedrängt auf und schloss ebenso sehenswert zum Ausgleich ab. In der 28. Minute fand ein langer Abschlag vom rot-weißen Keeper den Kopf des zweiten Reitweiner Zielspielers, dessen Verlängerung als direkte Torvorlage zur 2:1 Führung führte. Union bekam gegen dieses Spiel der Gastgeber selbst mit konsequentem Doppeln kaum Zugriff und konnte nur selten für Entlastung sorgen. In der 41. Minute entschied der Unparteiische nach einem unüberlegten Zweikampf zurecht auf Strafstoß, den Reitwein zum 3:1 Halbzeitstand nutze. 
 

Union kam konzentrierter aus der Halbzeit und in der 54. Minute noch zum 2:3 Anschlusstreffer durch A. Bredow. Aber nur 2 Minuten später zeigte sich die Frankfurter Defensive wieder sehr behäbig und konnte das 2:4 in der eigenen Box in mehrfacher Überzahl nicht verhindern. Damit nicht genug: Für Gegentor Nummer 5 und 6 brauchte es, wie schon in der ersten Hälfte nur jeweils einen langen Ball der Gastgeber, um mit 2:6 in Rückstand zu geraten. Dem zwischenzeitlichen 3:6 von A. Bredow folgte in der 82. Minute mit dem 3:7 der Schlusspunkt der Partie.

Union verliert nach langer Winterpause deutlich gegen Reitwein und muss dabei vor allem mit der unreifen Defensivleistung gegen immer gleiche Angriffsmittel hadern. Bis auf die gelegentlich aufblitzenden Qualitäten von A. Bredow und P. Weiss-Motz wirkten die Frankfurter über weite Strecken des Spiels lethargisch und mannschaftlich nicht geschlossen. Für das kommende Auswärtsspiel gegen Hangelsberg bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung, um wieder den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle zu finden.

N. Gärtner

 

Testspiel, 03.02.2024

FC Union Frankfurt - Müllroser SV 1:4 (0:4)

Union startet mit Testspiel gegen Müllrose in die Rückrunde

Aufgrund der schlechten Witterungs- und Platzbedingungen kam die Rückrundenvorbereitung für viele Teams der Region nur schleppend voran. So auch bei den Unionern. Neben einigen mehr oder weniger erfolgreichen Hallenturnieren stand lediglich ein Freilufttest gegen den Müllroser SV auf dem Programm, bei dem sich der Landesklassevertreter am Ende aufgrund der besseren Chancenverwertung mit 4:1 durchsetzen konnte.

Erste passable 20 Minuten mit einer bunt gemischten Aufstellung und zwei neuen Spielern reichten den Unionern nicht, aus mindestems zwei aussichtsreichen Gelegenheiten ein Tor zu erzielen. Man scheiterte dabei an Abstimmung, Laufwegen und unzähligen Abseitsstellungen. Im weiteren Verlauf verloren die Frankfurter zum Ende der ersten Halbzeit völlig ihre Grundordnung und ließen Müllrose vor allem im Spielaufbau schalten und walten. Vier zum Teil sehr "einfache" Tore und die Entscheidung des Spiels waren die Folge dieser schlechten Arbeit gegen den Ball. Nach Unstellung zeigten vor allem J. Jaschko und D. Joost, warum sie mit ihrer Erfahrung und Ruhe am Ball immernoch so wichtig für die junge Mannschaft sind. Das Spiel stabilisierte sich und war durch die gute Abstimmung der beiden mit R. Lehmann durch den deutlich besseren Spielaufbau in der zweiten Halbzeit auf Augenhöhe. Gute Chancen gab es auf beiden Seiten, wobei nur A. Bredow noch zum 4:1 Anschluss kam. Insgesamt ein aufschlussreicher Test, bei dem man der Mannschaft die fehlende Wettkampfpraxis sichtlich anmerkte. Danke an Müllrose für die gute Partie.

 

13. Spieltag, 25.11.2023

SG 47 Bruchmühle - FC Union 7:0 (4:0)

 

Kein Spielbericht vorhanden, Cheftrainer angesäuert.

 

12. Spieltag, 18.11.2023

FC Union – Germania Schöneiche 2:3 (1:1)

Dem Tabellenführer lange Paroli geboten

 

Am 12. Spieltag empfing der FC Union den bisher noch ungeschlagenen Tabellenführer der Ostbrandenburgliga SV Germania Schöneiche II vor eigenem Publikum, aber aufgrund der schlechten Witterung auf dem Kunstrasenplatz im Stadion der Freundschaft. Die Bilanz der Randberliner spricht mit 10 Siegen sowie einem Unentschieden gegen die Zweitvertretung vom 1. FC Frankfurt eine eindeutige Sprache und ließ im Vorfeld keine Diskussion über die Favoritenrolle zu. Allerdings wollte Union die drei Punkte nicht kampflos herschenken und sah im bisherigen Saisonverlauf gegen spielerisch talentierte Gegner zumeist auch nicht schlecht aus.

 

Bei recht ordentlichen Verhältnissen auf dem Kunstrasen begann die Partie sofort sehr temporeich und die Gäste ließen mit ihrer hohen Intensität von Anfang an keinen Zweifel daran aufkommen, die Partie oder die Unioner als Aufsteiger zu unterschätzen. Schon in der 5. Spielminute hatten die Unioner mit einem freien Nachschuss nach einer Ecke die erste gute Torchance, allerdings zirkelte P. Nuyken das Leder knapp über das Tor. Beide Teams brauchten danach einige Minuten, um sich und vor allem das Passspiel den Bedingungen anzupassen, was den Gästen im weiteren Verlauf aber mit etwas mehr Ballsicherheit besser gelang. Union war aber in der Anfangsphase im Gegensatz zu den letzten Auftritten vor allem gegen den Ball mit veränderter Raumordnung auch von Beginn an sehr präsent, kam gut in die Zweikämpfe und bot wenig Spielraum zwischen den Ketten. In der 17. Spielminute schafften es die Unioner aber einmal nicht, den Ballführenden Schöneicher 20m vor dem Tor effektiv genug anzulaufen und schon schlug der folgende „Sonntagsschuss“ sehenswert zum 0:1 ein. Die Unioner ließen sich dadurch aber nicht beirren und spielten weiter munter mit. In der 27. Minute verlängerte A. Bredow einen Diagonalball auf P. Weiss-Motz, der sich am Strafraumeck mit geschicktem Laufweg gegen den etwas behäbigen Abwehrspieler durchsetzte und den Ball mindestens genauso sehenswert im langen Eck zum Ausgleich unterbringen konnte. Bis zur Pause entwickelte sich ein offenes und durchaus ansehnliches Kreisoberligaspiel ohne weitere Tore.

 

Die Halbzeit unterbrach die Intensität des Spiels nicht und beide Mannschaften agierten weiter mutig nach vorne, ließen aber in der jeweiligen Defensive auch immer wieder Torabschlüsse zu. Union brauchte dafür aber zunehmend mehr läuferischen Aufwand und Schöneiche ließ im weiteren Verlauf immer wieder auch die etwas bessere Spielanlage mit schnellen Tief-Klatsch-Tief Kombinationen aufblitzen. Nachdem der Schiedsrichter wegen Foulspiel am Unioner Torhüter zuvor noch den Führungstreffer der Gäste aberkannte, war es dann aber in 62. Minute soweit und der Ligaprimus nutze den ersten individuellen Fehler der Frankfurter Abwehr eiskalt mit sattem Abschluss von der Strafraumkante. Union gab aber nicht auf und stemmte sich mit drittem Stürmer sowie einigen guten Gelegenheiten gegen die drohende Niederlage. In der 76. Minute entschied der Schiedsrichter nach Foulspiel an D. Joost auf Strafstoß, den der Gefoulte selbst zum erneuten Ausgleich verwandelte. Beide Mannschaften gaben sich mit der Punkteteilung nicht zufrieden und warfen noch einmal alles nach vorn. Union vertändelte im Strafraum seine Großchance und kam nicht zum Abschluss, wohingegen der Tabellenführer seinerseits einen völlig unnötigen Ballverlust im Spielaufbau der Unioner wiederum humorlos zum umjubelten Endstand von 2:3 zielsicher nutzte.

 

Der FC Union muss sich in einem ansehnlichen und über die gesamte Zeit ausgeglichenen Kreisoberligaspiel gegen Germania Schöneiche II nur knapp geschlagen geben und verlangt dem Tabellenführer dabei alles ab. Letztlich geht die Niederlage gegen einen vor allem vor dem Tor abgezockteren Gegner aber in Ordnung und zeigt gleichzeitig auch, zu welcher Leistung der Aufsteiger in der Lage ist. Weiter so!

 

11. Spieltag, 11.11.2023

SV Hertha Neutrebbin – FC Union 3:0 (2:0)

Arbeitssieg in Neutrebbin

 

Der FC Union reiste am 11. Spieltag zum SV Hertha 23 Neutrebbin und damit zu einem weiteren Aufsteigerduell in der Kreisoberliga. Der Meister der Kreisliga Nord 22/23 startete im Vergleich zu den Unionern nicht ganz so erfolgreich in die Saison und konnte in den bisherigen 10 Spieltagen nur eine Partie gewinnen. Mit den wenigsten erzielten Treffern in der Liga konnte man Neutrebbin auch auf dem Papier nicht zum Favoriten erklären, wobei aber die Unioner ihrerseits in den vergangenen beiden Spielen auch empfindliche Schlappen hinnehmen mussten. Für die Frankfurter galt es also vor allem wieder unbedingt zu punkten und den Anschluss an das obere Tabellendrittel zu halten.

 

Die Unioner begannen das Spiel trotz des knapp besetzten Kaders und der daraus resultierenden Umstellungen im Spielsystem durchaus sehr engagiert, aber trafen dabei auf mindestens ebenso motivierte Gastgeber und das auf einem grenzwertig schlechten Fußballplatz. Es dauerte die ersten 15 Minuten, bis Union ins Positionsspiel fand und in dieser Zeit tauchte Neutrebbin schon das eine oder andere Mal mit langer Spieleröffnung im letzten Drittel auf. Beide Mannschaften kamen aber in der Anfangsphase eher durch schlechtes Stellungsspiel des Gegners zu ersten Abschlüssen. Union überbrückte das Mittelfeld immer wieder schnell und kam durch A. Bredow und P. Weiss-Motz zu aussichtsreichen Chancen, die aber aufgrund fehlender Präzision alle nicht zur Führung genutzt werden konnten. Auf der anderen Seite aber schafften die Unioner es nur selten, die nötige Kompaktheit gegen den Ball herzustellen und luden die Gegner damit immer wieder zu einem ungestörten Aufbauspiel im Mittelfeld ein. Es fehlte Neutrebbin in dieser Phase allein am letzten Pass, dass sie die Unioner Defensive nicht vor erhebliche Probleme stellte. In der 21. Spielminute nutzte P. Weiss-Motz eine schöne Ablage von D. Joost nach einer verlängerten Ecke zum durchaus verdienten 0:1 Führungstreffer. Union in der Folge immer wieder mit aussichtsreichen Chancen nach Tempogegenstößen und Neutrebbin mit kampfbetonten Spielbemühungen blieb es bis zur Pause bei der knappen Führung.

 

Mit klarer taktischer Marschroute einer kompakten Pressingzone im Mittelfeld wollte Union die weiterhin körperbetonte Partie in der zweiten Hälfte für sich entscheiden und begann sehr druckvoll. Der Zugriff auf das Spiel der Gastgeber erfolgte nun früher und brachte auch deutlich frühere Ballgewinnsituationen, die aber von den müde werdenden Unionern im zweiten Durchgang etwas behäbig ausgespielt wurden und es kaum noch zu zwingenden Torchancen kam. Bei den Gastgebern zeigte sich ob des weiterhin knappen Spielstandes die zweite Luft und wurden ihrerseits noch einmal mit viel Moral aktiv. Allerdings konnte die mehrfach umgestellte Union-Abwehr die meisten Angriffe verteidigen und man hatte nicht das Gefühl, das Neutrebbin ein Treffer am heutigen Tage gelingen würde. Mitten in dieser Drangphase der Gastgeber eroberte Union den Ball im Mittelfeld und leitete über T. Bernt einen schnellen Konter ein, der A. Bredow in der 71. Minute per mustergültigen Querpass zum Endstand von 0:2 bediente.

 

Union erarbeitet sich ohne spielerischen Glanz, aber mit kämpferischer Leistung wichtige Auswärtspunkte bei Hertha Neutrebbin und zeigt dabei über weite Phasen der Partie die bessere Spielanlage der beiden Aufsteiger. Allerdings kann man dabei mit der Dynamik und Arbeit gegen den Ball vor allem im Zentrum noch nicht zufrieden sein, was im anstehenden Heimspiel gegen den Tabellenführer deutlich verbessert werden muss. Dennoch kann Union mittlerweile auch solche kampfbetonten und hitzigen „Arbeitsspiele“ erfolgreich gestalten.

 

10. Spieltag, 04.11.2023

FC Union – Storkower SC 0:2 (0:0)

Schwacher Heimauftritt gegen Storkow

 

Am 10. Spieltag begrüßte der FC Union seine Gäste aus Storkow zum Heimspiel in der Kreisoberliga und war nach der Pleite im Stadt-Derby um Wiedergutmachung bemüht. Allerdings muss Union weiterhin die verletzten Spieler A. und M. Kossatz, H. Trampel, S. Khan sowie M. Richter ersetzen und zusätzlich die Gelbsperre von P. Weiss-Motz hinnehmen. Alles andere als gute Vorzeichen gegen eine Mannschaft, die im Saisonverlauf immer stärker zu werden scheint und auch schon für eine Sensation im Landespokal sorgen konnte. Die Unioner waren also gewarnt und wollten die Gäste ganz sicher nicht unterschätzen.

 

Das Spiel begann bei herbstlich schönem Wetter ohne langes Abtasten und Storkow übernahm von Beginn an die Initiative. Durch ihren geschickt ausweichenden Spielmacher entstandenen im Spielaufbau immer wieder Räume im Halbfeld, die die Unioner trotz angepasster Raumordnung nur sehr behäbig schließen konnten. Immer wieder setzte sich die Storkower Offensive mit einfachen Laufwegen auf den Flügeln von den Unionern ab und kam folgerichtig zu sehr guten Torchancen. Union fand gegen den beweglichen Spielaufbau wenige Mittel und konnte in der ersten Halbzeit auch kaum Entlastung durch eigene Akzente erzeugen. Insgesamt war es nur P. Streckert im Tor der Unioner zu verdanken, dass es mit einem torlosen Unentschieden in die Pause ging.

 

Trotz klarer Halbzeitansprache mit abermaliger Fokussierung auf die taktischen Defizite schaffte es die Mannschaft aber mit Wiederanpfiff nicht, sich gegen die weiterhin aktiven Gäste besser zu orientieren und es dauerte nur 2 Minute, bis Storkow einen weiteren, schnellen Gegenzug zum 0:1 verwerten konnte. Die Unioner hielten im weiteren Spielverlauf zwar durchaus dagegen, blieben aber weiter ideenlos und kamen nur sehr selten zu eigenen Aktionen. In der 66. Minuten schlossen die Gäste einen schnellen Spielzug nach einem Einwurf in der Folge aus abseitsverdächtiger Position zum 0:2 ab und entschieden damit das Spiel.

 

Am Ende verliert Union nach einem kraftlosen Auftritt gegen den Storkower SC völlig verdient und kommt dabei nur aufgrund der furiosen Leistung des Torhüters mit dem Ergebnis von 0:2 noch sehr schmeichelhaft davon. Die Mannschaft findet über die gesamte Partie weder kämpferisch noch spielerisch zu ihrer Normalform und muss sich nun im anstehenden Auswärtsspiel bei Neutrebbin wieder erheblich steigern, um weitere Punkte gegen den Abstieg zu sammeln.

 

9. Spieltag, 27.10.2023

1. FC Frankfurt II – FC Union 3:0 (2:0)

Stadt-Derby geht klar an den 1. FC Frankfurt II

 

Der FC Union trat am 9. Spieltag nach nur kurzer Anreise zum Auswärtsspiel bei der Zweitvertretung des 1. FC Frankfurt an. Das letzte dieser, zum Teil recht brisanten Derbys in der Kreisoberliga fand im August 2019 statt – seitdem musste der FC Union einen vollständigen Umbruch vollziehen und sich in der Kreisliga hauptsächlich mit dem eigenen Nachwuchs neu aufstellen. Umso erstaunlicher mutet es dann aber an, wenn das sonst für ihren Fußballsachverstand bekannte Publikum der Jungs vom Buschmühlenweg, große Erwartungen ob der Tabellensituation an den durchaus gut gestarteten Aufsteiger hegte. Denn nicht zuletzt sind es im Moment aus Sicht des einen oder anderen Beobachters nur der Punktabzug wegen fehlender Schiedsrichterstellen und die zuweilen fehlende Ernsthaftigkeit der Zweitvertretung, dass man tabellarisch noch hinter dem FC Union stand. Wie auch immer die persönlichen Eindrücke zustande kamen, den Unionern war die Schwere der Aufgabe durchaus bewusst und man wollte sich nach den zuletzt guten Ergebnissen selbstbewusst prästieren.

 

Die eigene Marschrute war bei ungemütlichem Dauerregen mit einer kompakten Staffelung vor allem im Zentrum klar festgelegt, um das ballsichere Aufbauspiel des Gegners mit aggressiven Zweikampfverhalten frühzeitig zu stören und dadurch selbst mit dem gewohnt schnellen Umkehrspiel in die Tiefe zu gelangen. Leider sah die Realität der Partie bereits nach wenigen Sekunden genau in diesen Belangen völlig anders aus. Schon mit dem ersten Angriff der Gastgeber brannte es im Strafraum der Unioner lichterloh und nur die artistische Rettungstat von J. Jaschko auf der Torlinie verhinderte den Traumstart vom 1. FC. Die Unioner hatten in dieser Anfangsphase erhebliche Mühe, sich gegen den Ball zu ordnen und liefen bei den schnellen Seitenverlagerungen zumeist nur hinterher. In der 5. Minute kamen die Gastgeber erneut nach einem langen Ball gefährlich in den Strafraum. Zwar noch durch einen Unioner begleitet, gelangte der Ball dann aber ohne Zugriff von der Grundlinie zurück auf den freistehenden Torschützen, der den Ball aus 11m überlegt zur 1:0 Führung in die Ecke schob. Union versuchte sich danach in das Spiel zu kämpfen und veränderte die defensive Grundordnung, um vor allem Zugriff auf den tiefen Spielaufbau der Gastgeber zu bekommen. Allerdings zeigte sich der 1. FC Frankfurt in dieser Phase sehr ballsicher und kaum beeindruckt vom früheren Anlaufen der Unioner, überspielten dabei immer wieder die von Union aufwendig erlaufenen eigenen Unterzahlsituationen und fanden ihrerseits dann die freien Räume zwischen den Ketten. In der 20. Spielminute sah die Unioner Defensive etwas unglücklich aus, als ein Gegner nach Tempodribbling auf dem Flügel den Ball unter Druck und aus ziemlich spitzem Winkel trotzdem zum 2:0 im Tor unterbringen konnte. Mit dieser passablen Führung im Rücken konnte der 1. FC Frankfurt das Spiel nun noch mehr kontrollieren und drückte nicht mehr so auf das Spieltempo. Die Unioner mühten sich ihrerseits mit einer weiteren taktischen Umstellung, sich dem Tor des 1. FC anzunähern und kamen dabei aber selten zu gefährlichen Abschlüssen. Die Aktionen waren meist zu kompliziert und häufig von technischen Problemen auf dem nassen Kunstrasen begleitet, so dass es mit dem 2:0 Rückstand in die Pause ging.

 

Union versuchte mit Wiederanpfiff und abermaliger Umstellung der Raumordnung noch einmal, in das Spiel zurückzufinden und lieferten dabei auch eine recht solide Partie ab. Ließen nicht mehr so viel Spielfortsetzung über das Zentrum zu und kamen selbst auch zu dem einen oder anderen Torschuss. Letztlich reichte das aber nicht, um dem Gastgeber gefährlich zu werden und so war es dann auch der beste Spieler auf dem Platz, der in der 58. Minute die Partie per Kopf nach einem taktisch unnötigen Freistoß mit dem 3:0 entschied.

 

Union verliert das Stadt-Derby gegen den 1. FC Frankfurt in einem ordentlichen Spiel dem Verlauf nach deutlich und muss vor allem die technischen Vorteile der Gastgeber im Spielaufbau anerkennen. Dabei kommen die Unioner zwar nicht an ihr Leistungsoptimum heran, zeigten sich aber mannschaftlich geschlossen und mit guter Moral. Angesichts der stetigen Entwicklung des Aufsteigers in der Kreisoberliga, muss man sich nach der Niederlage aber nicht Bange machen lassen, sondern der nächsten Aufgabe gegen Storkow entgegenblicken.

 

8. Spieltag, 21.10.2023

FC Union – Victoria Seelow II 6:1 (0:1)

Licht und Schatten beim Heimsieg gegen Seelow II

 

Der 8. Spieltag hielt für den FC Union in der Kreisoberliga nach passablem Saisonstart eine vermeintlich einfachere Aufgabe im Heimspiel gegen die Zweitvertretung von Victoria Seelow bereit. Warum vermeintlich? Weil die Gäste aus Märkisch-Oderland im bisherigen Saisonverlauf lediglich zu einem Unentschieden kamen und mit einem Punkt am Tabellenende rangieren. Dennoch waren die Unioner gewarnt, denn die Erfahrungen aus der Vorsaison hatte gelehrt, dass auch solche Spiele mit der gleichen Intensität erfolgreich bestritten werden müssen. Man konnte vor der Partie also von einer klaren Rollenverteilung ausgehen, die den Unionern vor allem die Spielgestaltung zukommen ließ.

 

Die erste Halbzeit des Spiels entwickelte sich genau nach den vorhergesagten Einschätzungen und man sah früh, dass sich die Gäste ausschließlich auf eine dichtgestaffelte Defensive konzentrieren wollte. Seelow zog sich mit allen Spielern tief in die eigene Hälfte zurück und versuchte damit, den Unionern so wenig freien Raum wie möglich für ihr schnelles Umschaltspiel zu überlassen. Überraschenderweise fanden die Hausherren aber so gut wie keine spielerischen Lösungen, als dem Gegner mit langen, vor allem ausrechenbaren Bällen in ihre Abwehrkarten zu spielen. Es fehlte Union immer das gewisse Etwas, angefangen von etwas Kreativität, über etwas Laufbereitschaft bis hin zu etwas technischer Präzision. Kurz gesagt, beide Mannschaften prügelten das Spielgerät in der ersten Halbzeit von Tor zu Tor. Nennenswerte Chancen entstanden dabei eher zufällig und zu allem Überfluss kam Seelow in der 33. Minute sogar zur 0:1 Führung, nach dem sich die Unioner Abwehr samt Torhüter nach einem langen Befreiungsschlag düpieren ließ. Mit Rückstand und nach einer der schlechtesten Halbzeiten ging Union in die Pause.

 

Im Gegensatz dazu begann die zweite Halbzeit mit der gleichen Mannschaft wohlgemerkt völlig anders und als wenn es den ersten Durchgang nicht gegeben hätte. Schon nach 3 Minuten kam A. Bredow nach einer Ecke und sattem Abschluss zum Ausgleich. Gegen den Ball sehr schnell und konsequent geordnet, konnte man sich auf frühe Balleroberungen im Mittelfeld konzentrieren. Mit deutlich mehr Ruhe am und selbiger Bewegung ohne Ball fanden die Unioner zumeist über P. Weiss-Motz immer mehr kreative Lösungen, um die deutlich sichtbareren Lücken in der gestressten Gästeabwehr zu nutzen. Mit wenigen Kontakten im Spielaufbau kamen die Unioner immer häufiger vor das Gästetor und mit zum Teil sehr sehenswerten Spielzügen schraubten die Unioner durch S. Otto (63.), A. Bredow (70., 74.) und L. Enderlein (83.) den Spielstand auf 5:1. Den Schlusspunkt zum 6:1 Endstand setzte wiederum A. Bredow in der 89. Minute mit seinem vierten Tor in diesem Spiel.

 

Union gewinnt nach Halbzeitrückstand und beeindruckender Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gegen Victoria Seelow II auch in der Höhe verdient mit 6:1. Die Mannschaft zeigt dabei zwei völlig unterschiedliche Gesichter und lässt im zweiten Durchgang mit viel spielerischer Kreativität und deutlich mehr Laufbereitschaft ihre eigentliche Leistungsfähigkeit aufblitzen. Es verbleibt lediglich die Frage nach der schon öfter angesprochenen Spielkontrolle im ersten Durchgang und mit welchem Gesicht man am Freitag im Derby beim 1.FC antritt?

 

7. Spieltag, 14.10.2023

FV Erkner II – FC Union 2:5 (0:2)

Erste Auswärtspunkte gegen Erkner II

 

Für den FC Union ging es am 7. Spieltag zum Auswärtsspiel nach Erkner und damit zu einer Mannschaft aus dem unteren Drittel der Tabelle, die sich in der vergangenen 3 Spieltagen etwas schwertat. Mit nur einem Sieg und damit 3 Punkten kam die Zweitvertretung vom FV Erkner nicht gut in die Saison und wollte gegen die Frankfurter Aufsteiger sicher wieder etwas für das Punktkonto tun. Für die Unioner, die bisher alle Punkte vor heimischem Publikum holten, ging es hauptsächlich darum, die durchaus passable Formkurve weiter zu stabilisieren und endlich auch mal auswärts erfolgreich zu sein.

 

Sofort mit Anpfiff setzten die Unioner ihre taktische Marschroute auf dem sehr kleinen Kunstrasenplatz um und kamen bereits in der 10. Minute sehr früh zur Führung, als D. Joost einen Einwurf mit viel Überblick im langen Eck unterbringen konnte. Das war ein Auftakt nach Maß. Es entwickelte sich ein zum Teil verfahrenes Spiel, das die Unioner in der ersten Halbzeit jedoch zu jeder Zeit kontrollieren konnten und immer wieder vor das Tor von Erkner kam. Folgerichtig konnte A. Bredow die Führung in der 21. Minute auf 2:0 erhöhen, als er nach einem mustergültigen Rückpass und zuvor erfolgreichen Balleroberung am gegnerischen Strafraum durch T. Bernt und P. Weiss-Motz „nur“ noch den Fuß hinhalten musste. Union verpasste es im weiteren Verlauf bis zur Pause, die vermeintliche Vorentscheidung schon frühzeitig herbeizuführen und es ging mit der 2:0 Führung in die Kabinen.

 

Der zweite Durchgang begann für Union unverhofft fahrig und man bekam im zentralen Mittelfeld immer weniger Zugriff auf die Ballführenden im Raum vor der Abwehrkette. Der eine oder andere Konter von Erkner brachte die Union-Abwehr im Gegensatz zum ersten Durchgang doch ziemlich in Unordnung und kam immer wieder gefährlich ins letzte Drittel der Frankfurter. In der 58. Minute entschied der Schiedsrichter nach einem Unioner Handspiel auf Strafstoß, den Erkner zum 1:2 Anschlusstreffer souverän nutzte und zu neuer Luft kommen ließ. Aber T. Bernt hatte nur 5 Minuten später die richtige und vor allem auch sehenswerte Antwort auf die Druckphase von Erkner, als er sich einen zuvor vertändelten Ball kurz vor dem Strafraum zurückholte und nach kurzem Dribbling beherzt in den Winkel abschloss. Kategorie sehenswert. Allerdings gaben die Gastgeber nicht auf und kamen in der 67. Minute ihrerseits erneut zum 2:3 Anschluss, nachdem Union in kurzfristiger Unterzahl etwas ungeordnet agierte. Union schaffte es, das Spiel wieder etwas zu beruhigen und wurden offensiv wieder etwas aktiver. Die Entscheidung des Spiels führte erneut T. Bernt durch einen weiteren fulminanten Schuss in den Knick nach einer Ecke in der 84. Minute zum 2:4 herbei. In der Nachspielzeit erhöhte S. Otto nach einem Sololauf auf den dann doch deutlichen Endstand von 2:5.

 

Union belohnt sich nach engagierter Leistung in zwei qualitativ unterschiedlichen Halbzeiten und nicht zuletzt durch individuelle Klasse mit dem ersten Auswärtssieg. Der sehr kontrollierten ersten Halbzeit mit klarem Spielverlauf steht eine etwas fahrige zweite Hälfte gegenüber, weil die Mannschaft trotz häufiger Überzahlsituationen in Ballnähe nicht mehr den gleichen Zugriff in der Defensive bekam. Dennoch kann man von einem gelungenen Auswärtsauftritt für die Unioner sprechen und den kleinen Lauf in das Heimspiel gegen Victoria Seelow II mitnehmen.

 

6. Spieltag, 07.10.2023

FC Union – SV Prötzel 5:1 (1:1)

Gelungene Revanche für das Pokalaus gegen Prötzel

 

Der FC Union begrüßte am 6. Spieltag erneut den SV Prötzel vor heimischem Publikum und wollte nach dem etwas unglücklichen Ausscheiden im Kreispokal an gleicher Stelle gegen gleichen Gegner nicht noch einmal den Kürzeren ziehen. Schon das erste Aufeinandertreffen gestaltete sich angesichts des damalig dezimierten Kaders überraschend lange ausgeglichen, so dass sich die Hausherren nun im Ligaspiel durchaus etwas Zählbares ausrechneten. Auch die aktuelle Tabellensituation unterstrich dieses Vorhaben durchaus, denn die Gäste konnten aus den ersten 5 Spieltagen lediglich 3 Punkte erzielen. Allerdings wussten die Unioner nach der Pokalpleite auch um die Stärken und wollten den Gegner ganz sicher nicht unterschätzen.

 

Die Unioner begannen das Spiel sehr engagiert und man merkte sofort, dass sich die Hausherren viel für die Partie vorgenommen hatten. Überraschenderweise ließ Prötzel diese Aktivität auch zu und verteidigte die Anfangsviertelstunde konsequent tief, woraus eine etwas ungewöhnliche Spielweise ohne tiefe Laufwege für die Unioner resultierte. Lediglich die Ruhe am Ball im Positionsspiel fehlte den Frankfurtern ein wenig, um gleich zum Anfang für die Führung und klare Verhältnisse zu sorgen. Folglich brauchte es in der 28. Spielminute eine feine Einzelleistung von P. Weiss-Motz für die 1:0 Führung, bei der er sich am Flügel mit nur wenigen Kontakten im Tempodribbling durchsetzte und den Ball geschickt im langen Eck unterbrachte. Prötzel versuchte sich danach mit schnellen Kontern etwas Luft zu verschaffen und wurde dabei auch zunehmend gefährlicher. In der 38. Minute verteidigten die Unioner einen solchen Konter nur sehr plump und den anschließenden Freistoß von der Strafraumkante verwandelten die Gäste sehenswert zum 1:1 Halbzeitergebnis.

 

Nach der Pause kamen die Gäste aus Prötzel sehr motiviert und mit zweitem Stürmer aus der Kabine, was die Unioner zunächst weiterhin etwas unsortiert gegen den Ball agieren ließ wie noch zum Ende des ersten Durchgangs. Vor allem der Zugriff in den Schnittstellen des Mittelfeldes klappte kaum noch und Prötzel kam zu einigen aussichtsreichen Gelegenheiten. Allerdings nutzte T. Bernt in der 54. Minute einen direkt verwandelten Freistoß aus 40m zur erneuten Führung, wobei der Gäste-Keeper dabei ziemlich unglücklich aussah. Nach taktischer Umstellung schaffte Union danach auch wieder, deutlich besseren Zugriff auf den gegnerischen Spielaufbau zu bekommen. Bereits drei Minuten später war A. Bredow per Kopf zur Stelle und erhöhte die Führung auf 3:1. Das Spiel wurde etwas ruhiger und S. Otto nutzte einen schönen Sololauf zum vorentscheidenden 4:1 Führungstreffer in der 77. Minute. Den Schlusspunkt setzte erneut P. Weiss-Motz in der 84. Minute zum Endergebnis von 5:1.

 

Union gewinnt durch eine mannschaftlich geschlossene Leistung verdient gegen den SV Prötzel und revanchiert sich damit für die Pokalniederlage. Gleichwohl hat die Mannschaft mit diesem Auftritt aber noch Luft nach oben, was insbesondere die Arbeit gegen den Ball über die gesamte Spielzeit anbelangt. Mit 10 Punkten aus 6 Spielen steht Union aber als Aufsteiger durchaus solide da und kann sich mit der gleichen Intensität gegen die kommenden beiden Gegner weiterhin festigen.

 

5. Spieltag, 30.09.2023

FC Union – SpG Beeskow/ Groß Rietz 3:1 (2:1)

Heimsieg gegen SpG Beeskow/ Groß Rietz

 

Am 5. Spieltag der Kreisoberliga empfing der FC Union mit der Spielgemeinschaft Beeskow/ Groß Rietz einen zu Saisonbeginn fusionierten Gegner aus dem Landesklasse-Absteiger Preußen Beeskow und dem Vorjahressiebten der Kreisliga Mitte SV Eiche Groß Rietz. Wohingegen es gegen die Preußen aus Beeskow schon einige Vergleiche in Testspielen gab, war den Frankfurtern Groß Rietz weitestgehend unbekannt. Insgesamt musste man aber davon ausgehen, dass vor allem die Beeskower mit ihren Erfahrungen aus der Landesklasse zu den besten Mannschaften der KOL gehören würden. Allerdings sind beide Mannschaften mit jeweils einem Sieg, einem Unentschieden und zwei Niederlagen auffallend ähnlich in die Saison gestartet, so dass die Unioner nach der unglücklichen Niederlage der Vorwoche nicht klein beigeben und zuhause unbedingt punkten wollten.

 

Mit dem Anpfiff der Partie waren die Unioner sofort gut im Spiel und übernahmen mit mutigem Offensivbemühungen das Heft des Handelns. Die erste klare Torchance hatten aber die Spielgemeinschaft nach 5 gespielten Minuten, als der erfolgreichste Torschütze der Gäste den Frankfurter Keeper P. Streckert freistehend vor dem Tor zur ersten Glanzparade zwang. Wenig beeindruckt setzte sich P. Weiss-Motz in der 10. Spielminute sehr zielstrebig am Flügel durch und fand erst im zweiten Anlauf Sturmkollege A. Bredow, der den Ball aus der Drehung und sehr sehenswert in den Knick jagte. Die frühe Führung tat den Unioner gut, die mit zunehmender Spielzeit auch besser gegen den Ball standen. Allerdings dauerte das Verschieben der Abwehr in der 32. Minute doch etwas zu lange, um den satten Abschluss der Gäste nach einer schnellen Seitenverlagerung zum 1:1 Ausgleich noch zu verhindern. Abermals waren die Gastgeber aber nur wenig später am Drücker, als D. Joost in der 34. Minute mit dem 2. Ball vom Strafraumeck die erneute Führung erzielen konnte. Mit dieser knappen Führung in einem ausgeglichenen Spiel ging es in die Pause.

 

Mit Wiederanpfiff zeigte sich Beeskow/ Groß Rietz mit leichter taktischer Umstellung in der Offensive sehr motiviert und kam zu mehr Ballbesitz im Zentrum. Der eigene Spielaufbau blieb dagegen bei den Unionern meist nach wenigen Ballkontakten stecken und die Rückwärtsbewegung ließ dem Gegner mehr Spielraum zwischen den Ketten. So kam die Spielgemeinschaft in der Anfangsviertelstunde der zweiten Hälfte mit schnellen Doppelpässen zu sehr aussichtsreichen Chancen, bei denen die Hausherren das eine oder andere Mal das oft zitierte Spielglück brauchten. Erst mit einer gelungenen Offensivaktion in der 70. Minute durch L. Enderlein, der sich im Strafraum durchsetzte und nur per Foulspiel gestoppt werden konnte, fand Union trotz verschossenen Strafstoßes wieder ins Spiel zurück. In der 78. Minute entschieden die Frankfurter das Spiel mit dem 3:1 durch P. Weiss-Motz nach schöner Vorarbeit durch S. Otto.

 

Union gewinnt nach solider Vorstellung letztlich nicht unverdient gegen die SpG Beeskow/ Groß Rietz aufgrund der besseren Chancenverwertung und hält damit Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle. Der Fokus muss aktuell weiter auf die mannschaftlich geschlossene Defensive gerichtet werden, denn mit 13 Gegentoren in 5 Spielen zeigt die Mannschaft diesbezüglich noch nicht die Stabilität aus der wohlbemerkten Kreisliga-Vorsaison.

 

4. Spieltag, 23.09.2023

BW Petershagen/ Eggersdorf II – FC Union 3:1 (1:0)

Unglückliche Niederlage gegen Doppeldörfler

 

Der FC Union reiste am 4. Spieltag zur Zweitvertretung von Petershagen-Eggersdorf, um an die solide Leistung der Vorwoche anzuknüpfen. Dabei traf man auf einen punktgleichen Gegner, der bis dato einen ganz ähnlichen Saisonverlauf aufweist und in den ersten 3 Spielen ebenfalls 9 Gegentore hinnehmen musste. Folglich konnte man von einer ausgeglichenen Partie auf dem Kunstrasen ausgehen und ebenso keine klaren Anhaltspunkte für einen Favoriten ausmachen.

 

Die Partie begann auf beiden Seiten sehr konzentriert im Positionsspiel und keine Mannschaft konnte sich durch ihre spielerischen Mittel ein sichtbares Übergewicht erarbeiten. Aus dem beiderseitigen Mittelfeldpressing heraus versuchten die Doppeldörfler immer wieder mit Seitenverlagerungen, freie Räume in der zumeist beweglichen Gäste-Abwehr zu finden und kamen damit zumindest etwas öfter vor‘s Tor. Union dagegen überspielte das Mittelfeld noch ganz ordentlich, fand dann aber im letzten Drittel keine kreativen Laufwege und damit Lösungen. Nennenswerte Torgelegenheiten gab es, wenn überhaupt, nach Standards. Dem Spielverlauf entsprechend brauchte es in der 25. Minute auch einen doppelten Ausrutscher auf Union-Seite vom Verteidiger und Torwart gleichzeitig, um das erste Tor und den bitteren 0:1-Rückstand zu erleben. Ohne weitere Großchancen auf beiden Seiten und der weitestgehenden Neutralisierung beider Teams ging es mit diesem Ergebnis in die Pause.

 

Das taktische Spielgeschehen änderte sich mit Beginn der zweiten Halbzeit nicht nennenswert und Union versuchte weiterhin und durchaus auch intensiv, Lösungen in der Offensive zu finden. Allerdings wurden diese Bemühungen um den Ausgleich in der 55. Spielminute durch einen verunglückten Klärungsversuch ins eigene Tor jäh zunichtegemacht, so dass sich die Frankfurter in einem ausgeglichenen Spiel nach einer Stunde einem völlig unnötigen 0:2-Rückstand gegenübersahen. Trotzdem schenkte Union die Partie nicht ab, spielte danach mutiger im letzten Drittel und kam durch A. Bredow oder T. Bernt auch zu sehr guten Chancen. Leider dauerte es aber 85 Minuten, bis A. Bredow einen weiteren, guten Angriff mit technisch sauberen Abschluss zum 1:2-Anschlusstreffer nutzen konnte. Die Unioner warfen noch einmal alles nach vorn und kassierten mit der Schlussminute den dritten Gegentreffer bei weit aufgerückter Abwehr zum Endstand von 1:3.

 

Union verliert aufgrund zweier individueller Fehler ein über weite Strecken ausgeglichenes Spiel, dass insgesamt keinen Sieger verdient gehabt hätte. Die Frankfurter liefern dabei eine trotz des Ergebnisses solide Leistung ab, wobei man gegen den Ball wenig zugelassen hat und aber in der Offensive nicht ganz die gewohnte Entlastung schaffen konnte. Dabei präsentierte sich die Mannschaft mit guter Moral sehr konkurrenzfähig, so dass die Karten kommende Woche gegen die nicht so stark einzuschätzende Spielgemeinschaft Beeskow/Groß Rietz neu gemischt sein werden.

 

3. Spieltag, 16.09.2023

FC Union – VfB Steinhöfel 2:2 (1:2)

Punkteteilung im Heimspiel gegen Steinhöfel

 

Nach dem weniger erfolgreichen Pokalwochenende ging es für den FC Union in der Liga mit dem 3. Spieltag weiter, zu dem der VfB Steinhöfel vor heimischem Publikum empfangen wurde. Viel wusste man über den Vorjahresdritten der Ostbrandenburgliga nicht, aber mit zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen gelang den Gästen ein optimaler Start. Bei den Unionern verbesserte sich unter der Woche die Kadersituation etwas und man stellte sich auf eine körperlich robuste Partie ein, für die Steinhöfel nach Lage der Dinge die Favoritenrolle einnahm.

 

Die Partie begann bei sommerlich heißen Temperaturen sehr dynamisch und überraschenderweise druckvoll durch die Hausherren. Die Unioner standen zunächst gegen den Ball sehr kompakt und kamen durch viel Bewegung ohne Ball häufig in die Halbräume, womit die Gäste zunächst einige Probleme hatten. In den ersten 10 Minuten kam Union durch T. Bernt und R. Lehmann mit den zweiten Bällen zu gefährlichen Abschlüssen. A. Bredow köpfte dem gut aufgelegten Gäste-Keeper wenig später nach einem schönen Angriff über den Flügel aus kurzer Distanz in die Arme, so dass aus der ersten Druckphase nichts Zählbares entstand. Bis zur 23. Minute kam Steinhöfel zu wenigen Torraumszenen und es brauchte einen unglücklichen Querpass von Union direkt in die Füße des lauernden Gegners für die erste Chance und leider auch für den 0:1 Rückstand. Die Frankfurter waren mit dem direkten Gegenangriff nach einem langen Einwurf sofort da und glichen durch P. Weiss-Motz zum 1:1 aus. Dieses Unentschieden spiegelte auch ein wenig die Leistung beider Mannschaften wider und es entwickelte sich eine offene Partie. In der 33. Spielminute nutzte Steinhöfel die leichte Schlafmützigkeit der Unioner Abwehr und den Nachschuss nach einer Ecke zur erneuten 1:2 Führung. Kurz darauf blieb das Glück den Hausherren hold, als der Schiedsrichter einen strittigen Zweikampf als Notbremse auslegte und die fällige Rote Karte nach Rücksprache mit seinem Linienrichter zurücknahm. So ging es mit dem Rückstand aber elf gegen elf in die Kabine.

 

Die zweite Hälfte begann von beiden Mannschaften sehr verhalten, wobei Steinhöfel etwas verwaltete und Union zunächst eine Weile brauchte, um sich neu zu sortieren. Immer wieder eroberten die Unioner den Ball und zeigten sich dann aber beim letzten Pass oder Abschluss etwas überhastet. Folglich brauchte es einen Standard und einen hervorragend getimten Kopfball von M. Kossatz, um in der 73. Minute nach einer Flanke im Halbfeld zum 2:2 auszugleichen. Beide Mannschaften kamen im weiteren Verlauf durchaus noch zu guten Chancen, die aber allesamt und mehr oder weniger kläglich verpufften. Somit blieb es beim leistungsgerechten 2:2 Unentschieden.

 

Union erarbeitet sich mit solider Mannschaftsleistung und nach zweimaligem Rückstand einen guten Punkt, muss sich aber gerade in der Anfangsviertelstunde fehlende Effektivität bei der Chancenverwertung vorwerfen lassen. Eine Leistung, auf die man aufbauen kann und mit Selbstvertrauen zur nächsten schweren Aufgabe nach Petershagen/Eggersdorf II reisen kann.

 

1. Pokalrunde, 09.09.2023

FC Union – SV Prötzel 1:3 (1:1)

Pokalaus gegen Ligakonkurrent SV Prötzel

 

Nach dem Freilos in der Ausscheidungsrunde traten die Unioner in der 1. Hauptrunde des Kreispokals vor heimischem Publikum gegen den Kreisoberligisten SV Prötzel an und wollten sich nach der deftigen Pleite der Vorwoche gegen einen weiteren, unbekannten Gegner aus der Liga wieder deutlich verbessert präsentieren. Allerdings schien diese Herausforderung aufgrund der Ausfälle von gleich sieben Stammspielern einer Herkulesaufgabe gleichzukommen, denn die Frankfurter mussten überwiegend verletzungsbedingt M. Richter, H. Trampel, L. Enderlein, R. Lehmann, S. Otto, M. und A. Kossatz ersetzen und die Startelf somit nahezu neuformieren. Folglich wollten die Unioner aus einer kompakten Defensive heraus zunächst die eigene Spielweise und den Gegner kennenlernen.

Bei sehr heißen Temperaturen begann die Partie für die Unioner erwartungsgemäß sehr fahrig und in der ersten Viertelstunde konnte man die Abstimmungsprobleme vor allem gegen den Ball kaum übersehen. Immer wieder standen die Hausherren zu weit weg von Gegner und Ballgeschehen, so dass Prötzel mit vielen Spielanteilen im Mittelfeld die Kontrolle übernehmen konnte. Die Gäste kamen in dieser Phase auch zu der einen oder anderen ungenutzten Großchance und zeigten aber im letzten Drittel glücklicherweise ähnlich unabgestimmte Laufwege. Nach etwa 25 Minuten stabilisierte sich Union merkbar und fand deutlich besseren Zugriff in den Zweikämpfen, musste aber dennoch in Spielminute 30 nach einem Abpraller genau vor die Füße des Gegners etwas unglücklich den ersten Gegentreffer zum 0:1 hinnehmen. Allerdings kamen die Frankfurter danach auch gelegentlich zu eigenen Offensivakzenten und T. Bernt traf beispielsweise bei einem beherzten Schuss aus zweiter Reihe nur die Querlatte. In der Nachspielzeit entschied der Schiedsrichter nach einem Foul an P. Weiss-Motz auf Strafstoß, den A. Bredow sicher zum Ausgleich verwerten konnte.

Nach taktischer Umstellung versuchte Union zu Beginn der zweiten Hälfte noch einmal, die Defensive zu verstärken und kam auch recht ordentlich aus der Kabine. Allerdings nutzten die Gäste in der 56. Minute eine Ecke eiskalt zur erneuten Führung. Das Spiel wurde nun munterer und beide Mannschaften hatten einige gute Tormöglichkeiten. K. Triebler vereitelte mit guter Parade den Ausbau der Gästeführung und A. Bredow verfehlte nach guter Verarbeitung eines Flugballs nur knapp das Tor. Union fehlte in der Schlussphase das nötige Spielglück, was Prötzel mit dem dritten Treffer zum Endstand von 1:3 per flachen Abschluss aus 20m ausnutzte.

Der FC Union verabschiedet sich nach solider Leistung und erkennbarer Steigerung über das Spiel hinweg aus dem Kreispokal gegen eine reifere, aber nicht zwingend überlegenere Mannschaft aus Prötzel. In Anbetracht der Ausfälle kann man aus Frankfurter Sicht insgesamt nicht unzufrieden sein und hätte mit ein bisschen mehr Spielglück die Partie noch offener gestalten können.

 

2. Spieltag, 03.09.2023

SpG Tauche/ Ahrensdorf – FC Union 6:0 (1:0)

Herbe Auswärtspleite in Tauche

 

Der FC Union trat am 2. Spieltag bei der Spielgemeinschaft Tauche/Ahrensdorf zum ersten Auswärtsspiel in der Kreisoberliga an konnte das nach der über weite Strecken überzeugenden Leistung der Vorwoche durchaus auch selbstbewusst tun. Die Spielgemeinschaft startete mit einer knappen Niederlage in letzter Minute in die Saison und wollte vor heimischen Publikum sicher nicht weniger motiviert ans Werk gehen.

Aus der ersten Begegnung beider Mannschaften im Kreispokal der letzten Saison mit dem glücklicheren Ende für die Unioner konnte man aber im Vorfeld wenige Hinweise für eine Standortbestimmung ableiten und so stellten sich die Frankfurter auf eine umkämpfte Partie ein.

Bei schönstem Fußballwetter begann die Partie zunächst sehr ausgeglichen und mit einer durchaus sehr robusten Körperlichkeit, die beide Mannschaften sehr gut annahmen. In der Anfangsviertelstunde konnten die Unioner aus einer kompakten Grundordnung immer wieder effektiven Druck auf den Ball ausüben, wodurch man nach schnellen Balleroberungen und vertikalen Spieleröffnungen zu einigen aussichtsreichen Chancen kam. So verfehlte A. Bredow nach schöner Vorarbeit von A. Kossatz nur knapp das Tor und der sehr beweglich agierende P. Weiss-Motz traf nur das Aluminium. Tauche/Ahrensdorf war in dieser Phase zwar sehr präsent, aber kam meist nur mit langen Bällen auf die Außenbahnen ins letzte Drittel. Nach einem Einwurf auf Höhe des Strafraumes zeigten die Gastgeber in der 19. Spielminute allerdings ihre technischen Qualitäten, als sie sich über drei Stationen im gut besetzten Strafraum mit jeweils einem Unioner im Rücken freispielen und den Ball unbedrängt zur 1:0 Führung im Tor unterbringen konnten. Der Rückstand traf die Unioner zwar ein wenig überraschend in der eigenen Druckphase, ließ aber zunächst am Spielgeschehen nicht viel ändern. Tauche/Ahrensdorf kämpfte um jeden Ball und die Unioner kamen weiterhin gefährlich vor das Tor. Allerdings war die Chancenverwertung an diesem Tage lange nicht so effizient wie noch vor Wochenfrist, so dass es mit guten Ansätzen und dem knappen Rückstand in die Pause ging.

Mit Wiederanpfiff verlor Union aber zunehmend die Raumordnung, was der Spielweise der Gastgeber mit ihren weiten Spielverlagerungen in die Karten spielte. In der 51. Minute zeigte sich die Unioner Abwehr nach einem langen Diagonalball etwas langsam im Verschieben. Ohne Restverteidigung reichte dem Gegner ein verlorener Zweikampf am Flügel und das unabgestimmte Herauseilen des Torwarts, um mit einem Querpass das leere Tor zum 2:0 zu treffen. Mit dieser Führung im Rücken zog sich die Spielgemeinschaft etwas kompakter zurück und Union fand kaum noch Mittel, freie Räume zu schaffen oder zu bespielen. In der 67. Spielminute entschied Tauche/Ahrensdorf mit dem 3:0 nach einer Ecke durch Abstauber nach Pressschlag im Strafraum das Spiel. Der Rest der Partie ist schnell erzählt, weil Union kaum noch Gegenwehr gegen die drei noch folgenden Tore in Minute 73, 87 und 90+2 zum Endstand von 6:0 zeigte.

Union verliert das erste Ligaspiel seit über einem Jahr nach schlechter zweiter Halbzeit vollkommen verdient und muss vor allem die Effektivität der Gastgeber nach Standardsituationen anerkennen. Ohne eigenen Treffer fällt die Niederlage zwar deutlich zu hoch aus, aber gegen die sehr kampfbetonte Spielweise und mannschaftliche Geschlossenheit von Tauche/Ahrensdorf bis zum Schluss war für Union insgesamt an diesem Tag nicht viel auszurichten. Es bleibt nun diese Niederlage anzunehmen und die entsprechenden Lehren daraus zu ziehen.

 

 

1. Spieltag, 26.08.2023

FC Union – Hangelsberg 5:1 (3:0)

Erfolgreicher Start der Unioner in die neue KOL-Spielzeit 2023/24

 

Nach dem aufreibenden Saisonfinale mit der vielumjubelten Kreismeisterschaft und nur kurzer Sommerpause war es endlich soweit. Der Ball rollt wieder im Brandenburger Amateurfußball. Die Vorbereitung der Unioner verlief urlaubsbedingt eher verhalten und dennoch konnte sich die Mannschaft in den Testspielen zumeist anständig präsentieren.

 

Der Niederlage gegen die Zweitvertretung des 1. FC Frankfurt stand auch ein beachtliches 3:3 Unentschieden gegen Landesligaabsteiger Blau-Weiß Briesen gegenüber, bei denen jeweils viele Erkenntnisse gewonnen werden konnten. Die Mannschaft blieb nahezu beisammen und wurde mit den Neuzugängen Till Bernt (eigener Nachwuchs), Felix Stindl (Union Booßen) und Tony Ludwig (vereinslos) etwas breiter aufgestellt. Die kontinuierliche Entwicklung der Mannschaft über die gesamte, letzte Saison hinweg hat gezeigt, dass sich Union auch auf der höchsten Kreisebene nicht verstecken muss und wird. Mit Trainingsfleiß und persönlichem Engagement gilt es aber nun, sich schnellstmöglich in der Kreisoberliga zurechtzufinden und vor allem Erfahrungen gegen deutlich spielstärkere Mannschaften zu sammeln.

 

Zum Auftakt der neuen Saison konnten sich die Unioner über ein Freilos in der Ausscheidungsrunde des Kreispokals freuen und nutzten das freie Wochenende für einen weiteren Test gegen Lok Frankfurt. In der ersten Hauptrunde am 09.09.23 erwarten die Frankfurter nun Ligakonkurrent SV Prötzel vor heimischen Publikum.

 

Am 1. Spieltag der Kreisoberliga empfing der FC Union mit der SG Hangelsberg einen Mitaufsteiger aus der Kreisliga Mitte, der sich nach einer ähnlich guten Saison mit nur einer Niederlage für den Aufstieg qualifizierte. Für beide Mannschaften war der Auftakt also gewissermaßen eine beidseitige Premiere mit völlig unklaren Vorzeichen. Betrachtet man das Torverhältnis von Hangelsberg aus der Vorsaison, musste man von einem torgefährlichen Gegner ausgehen, der aber auch in der Defensive nicht viel zuließ. Folglich war ein ausgeglichenes Spiel zu erwarten.

 

Bei schwülwarmen Spätsommerwetter begann das Spiel erwartungsgemäß sehr robust und gleichzeitig konzentriert im Positionsspiel. Beide Mannschaften versuchten anfänglich, vor allem mit körperlicher Präsenz zu spielerischer Sicherheit zu kommen. Dies gelang Union in der Anfangsviertelstunde vor allem im Umschaltspiel durchaus besser, aber lange noch nicht so ballsicher, wie gewohnt. Insbesondere die schnelle Spielfortsetzung nach Ballgewinn stockte immer wieder durch technische Fehler. Wie gut das Konterspiel funktionieren kann, zeigte die Unioner Offensive in der 14. Spielminute als D. Joost den Ball nach nur 3 Stationen und schönem Querpass von T. Bernt völlig freistehend im Tor unterbringen konnte. Mit dieser Führung übernahm Union mit durchgehend guter erster Halbzeit das Heft des Handelns in die Hand und erzielte in der 28. Minute das zweite Tor des Tages durch P. Weiss-Motz, der sich nach schönem Pass von A. Bredow fast schon elegant gegen zwei Hangelsberger Abwehrspieler im Strafraum durchsetzte. Wenig später eröffnete R. Lehmann den Spielaufbau aus dem Mittelfeld über P. Weiss-Motz, der nun seinerseits umgekehrt A. Bredow zur Torerzielung in der 33. Minute in Szene setzte. Hangelsberg zeigte sich bis dahin allerdings auch immer wieder mal gefährlich vor dem Frankfurter Tor, wobei die Unioner Defensive die Räume aber souverän zuschob. Die überraschende 3:0 Pausenführung der Unioner war zu diesem Zeitpunkt zwar nicht unverdient, zeigte aber vor allem eine neu gewonnene Effektivität im Angriff, als ein deutlich dominanter Spielverlauf.

 

Mit Beginn der zweiten Hälfte schienen die Gäste im Spiel angekommen zu sein und agierten nach einem Wechsel in der Offensive die ersten 20 Minuten deutlich dynamischer mit Ball. Union ließ deutlich mehr Raum zwischen den Ketten, über die der Spielaufbau von Hangelsberg nicht nur zielgerichteter wurde, sondern auch oft schnell ins letzte Drittel gelang. Es entwickelte sich nun ein ausgeglichenes Spiel, bei dem die Unioner durchaus gegenhielten und gut im Raum verteidigten. In dieser Phase bewahrte Torhüter M. Richter den Unionern die weiße Weste mit hellwachen Reaktionen und gebrochener Hand, die er sich schon beim Aufwärmen unglücklicherweise verletzte. An dieser Stelle wünschen wir ihm beste Genesungswünsche und hoffen auf eine schnelle Rückkehr. In der 75.Spielminute kamen die Gäste aus einer unübersichtlichen Situation vorm Strafraum der Frankfurter aber doch zum 3:1 Anschlusstreffer. Zuvor schafften es die Unioner bei drei Kontakten nicht, den Ball sichernd aus der Gefahrenzone zu befördern. Danach beruhigte Union das Spiel wieder und kam deutlich früher in die Zweikämpfe. In der 81. Minute eroberte P. Weiss-Motz den Ball schon am gegnerischen Strafraum und sorgte mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung des Spiels. Kurz vor Schluss trug sich A. Bredow ebenfalls ein zweites Mal in die Torschützenliste ein und traf zum Endstand von 5:1.

 

Insgesamt ein erfolgreicher Start in die neue Saison gegen einen guten Gegner, der vor allem Anfang der zweiten Halbzeit auch seine Chancen hatte und lediglich ein wenig Effektivität vermissen ließ. Die Unioner müssen aus dem Spiel insbesondere die Erkenntnis mitnehmen, dass man in der Kreisoberliga nur etwas Zählbares mitnehmen kann, wenn man über die gesamte Partie ans Limit geht und keinerlei Ruhephasen benötigt.

 

 

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